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Anmerkungen

1
Freundliche Mitteilung des Festungsforschers Elmar Hofmann, Würzburg
2
Michael de Leone ca. 1300 - 1355
Um 1300 als Sohn des Juristen Konrad Jude aus Mainz in Würzburg geboren. Ab 1324 Studium in Würzburg und Bologna. Dort erwarb er 1328 den Titel eines Magisters. Im selben Jahr wieder in Würzburg, tritt er als selbständiger Notar in Erscheinung. 1332 kaufte er den Hof zum Großen Löwen in Würzburg (heute Dominikanergasse 6) und nannte sich fortan Michael de Leone. 1336 bischöflicher Protonorar. 1342 wird er Kanoniker des Stiftes Neumünster. Gegen 1348 übernimmt er das Amt des Scholasters von Neumünster. Am 3. Januar 1355 stirbt er und wird im Neumünster begraben. Sein Epitaph ist erhalten. In seinem zweibändigen "Hausbuch" sammelte in großem Umfang lateinische und deutsche Texte, Lieder des Walther von der Vogelweide, Geistliches und Historisches (u.a. auch über die Wasserleitung zur Burg), Merkverse, sowie Gesundheits- und Diätregeln, praxisorientierte Literatur; selbst das erste Kochbuch in deutscher Sprache "Das Buoch von der guoten Spise" stammt von ihm.
3
Johann Friedrich Böhmer, Band 1, S. 455
4
Lorenz Fries 1491 - 1550
Als Sohn eines Gastwirts in Mergentheim geboren. 1507 ging er an die Universität Leipzig. 1512 erwarb er an der Universität Wien den Grad eines Magisters. Etwa ab 1519 im Dienste der Bischöfe Konrad von Thüngen (1519 - 1540), Konrad von Bibra (1540 - 1544) und Melchior Zobel von Giebelstadt (1544 - 1558). Er war fürstbischöflicher Sekretär. Ab 1525 fürstbischöflicher Rat. Er war der bedeutendste fränkische Geschichtsschreiber des 16. Jahrhunderts. Sein literarisches Hauptwerk ist die "Bischofschronik". Auch er war zeitweise Besitzer des Großen Löwenhofes.
5
Wagner, Ziegler, Band II, S. 272 und 273
6
P. Ignatius Gropp OSB 1695 - 1758
Konventuale von St. Stephan in Würzburg Beim Eintritt ins Kloster war er bereits Dr. phil., 1722 Dr. theol., 1745 - 1748 Prior von St. Stephan. Ab 1749 wirkte er 9 Jahre als Pfarrer in Güntersleben. Aus seiner histographischen Tätigkeit stammen u. a. "Leben der hl. Bilhildis", "Geschichte des Klosters Ebrach" und "Lebensbeschreibung des Hl. Kilian". 1741/1744 erschien das zweibändige Werk "Collectio novissima Scriptorum et rerum Wircburgensium", 1748/1749 die zweibändige Wirtzburgische Chronick".
7
Ignatius Gropp, S. 74
8
gemeint ist Bischof Konrad II. von Thüngen
9
gemeint ist Bischof Julius Echter von Mespelbrunn
10
freundliche Mitteilung von Herrn Alfred Albert, Höchberg
11
Feineis, S. 405
12
Seberich, S. 42
13
Vonderau, S. 49
14
Bleirohre wurden bis in die neuere Zeit als Wasserleitungsrohre benutzt. Ein alter Handwerker aus Würzburg erzählte, etwa 1910 hätte er beim Einschlagen eines Nagels ein Blei-Wasserleitungsrohr beschädigt und großen Schaden verursacht.
15
Landels, S. 51f
16
Martin Wilhelm (1869 - 1945) schrieb 1936 eine Höchberger Ortschronik und führte sie bis 1945 mit Beiträgen fort.
17
Martin Wilhelm (2), S. 29
18
Seberich, S. 43
19
Bei der Neubepflanzung eines Weinberges wurde früher der Boden bis zu 1 m Tiefe ausgegraben und nebenan wieder verfüllt, also gewendet.
20
Diese sogenannte Ausweichküche war ein militärisches Objekt. Gegen Ende des 2. Weltkrieges (1939 - 1945), als die Alliierten immer mehr die Lufthoheit über Deutschland eroberten und militärische Ziele bombardierten, sollte in einem unverfänglichen Siedlungsgebiet, wie es die Würzburger Straße 1944 war, eine Notküche - Ausweichküche - für das Militär errichtet werden. Bei Kriegsende im Mai 1945 stand nur der Rohbau. Nach dem Krieg wurde er eingerissen, um einem Zweifamilienhaus Platz zu machen. Die Abbruchsteine wurden für den Neubau verwendet.
21
Pfarrmatrikelbuch Höchberg Band 1, Fiche 10, Seite 21 Im Jahre 1670 war Sebastian Reuß Pfarrer in Höchberg. Er war der Sohn eines Gastwirtes aus Aub. 1659 Stiftsvikar des Ritterstiftes St. Burkard, 1660 Subkustos des Stiftes, 1662 Priesterweihe, 1665 Pfarrer in Höchberg, 1675 tauschte er mit dem Pfarrer von Sonderhofen, Johann Putz, um in der Nähe seiner alten Eltern zu sein. 1680 Pfarrer in Kirchheim, 1688 Spitalpfarrer in Aub.
22
Seberich, S. 42
23
Deucher (auch Teichel genannt) sind Rohre aus Holz. Dazu wird eine gerade gewachsene Fichte der Länge nach durchbohrt. Eiserne Manschetten halten die Stämme zusammen. Diese Technik wird von den Museumshandwerkern des Freilandmuseums Bad Windsheim noch beherrscht und an bestimmen Tagen auch vorgeführt.
24
Freeden (1), S. 81
25
Freeden (1), S. 94
26
Alle Angaben Freeden (1), S. 144 f.
27
Freeden (1), S. 156
28
Engel/Freeden, S. 25
29
Freeden (1), S. 179


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